Gesundheit. Danke!
Ich mache gerne Sport. Das war schon in meiner Kindheit und Jugend so. Zwischendurch gar nicht. Nun wieder. Ich bewege mich gerne. Ich fühle mich nicht ausgeglichen, wenn ich mal einige Tage keine Bewegung bekomme.
Gewöhnung.
Davor hab ich es auch lange ohne geschafft.
Wie dem auch sei.
In meiner Beratungspraxis begegne ich oft Menschen, denen es nicht gut geht. Aus den verschiedensten Gründen. Sie fühlen sich oft unausgeglichen.
Spannend daran. Die meisten von Ihnen bewegen sich kaum. Wieder andere exzessiv. Die Mitte dazwischen beobachte ich sehr selten.
Mitte heißt: Bewegung und Genuss. Sport und Freude am Essen und Trinken. Alles zu seiner Zeit.
Wem es nicht gut geht, scheint zum Extrem zu neigen.
Jetzt könnte man die Henne-Ei-Diskussion eröffnen. Das lasse ich.
Jedoch beobachte ich auch, dass viele meiner Gesprächspartner vermuten, dass, wenn sie einen Instagram-kompatiblen Lebensstil pflegen würden, sie wahrscheinlich rundum zufrieden und glücklich wären.
Die eigene Natur
Das “Außen” spielt bei diesen Betrachtungen häufig eine große Rolle. Was fehlt ist der Blick auf die eigene Natur.
Eine gesunde Lebenseinstellung ist wertlos, wenn sie nicht meinen Werten entspricht. Selbsthilfebücher helfen, eigene Gedanken zu entwickeln. Wenn man nur das Geschriebene übernimmt, ist die Enttäuschung quasi vorprogrammiert.
Gesunde Ernährung ist eine gute Idee, aber keine Lösung. Niemand wird sein Glück in einer Ernährungsform finden. Die kann höchstens ein Baustein sein.
Ein Baustein wobei?
Bei der Beantwortung der Frage: Was ist meine Natur?
Wer Glücksrezepten hinterherhechelt, empfindet Lösungen nach, findet aber keine eigenen.
“Ich muss doch glücklich sein, mir geht es doch eigentlich gut. Anderen geht es viel schlechter!”
Solche Sätze höre ich oft und sie negieren, dass Schwäche und Hilflosigkeit, Sorgen und Angst zum Leben dazugehören. Genauso wie Freude, Glück, Zufriedenheit und Hoffnung.
Wer das anerkennt, erkennt, dass uns Gesundheit, Glück und Zufriedenheit nicht zustehen. Wir haben darauf kein Anrecht. Wer das anerkennt, erkennt, dass man normal ist, auch wenn man mal nicht gut drauf ist.
Was ist unsere Natur?
Ich weiß es nicht. Aber ich vermute, dass es die Mitten zwischen dem ist was uns gut tut und dem was wir ablehnen. Das ist bei jedem Menschen einzigartig und individuell. Und es lohnt sich danach zu suchen. Oft findet man dabei echte Schätze.



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