Urlaub
Wohnst Du in NRW und hast Kinder? Dann hast Du bald Ferien. Zumindest Deine Kinder. Vielleicht fährst Du ja weg, in den Urlaub.
Dann musst Du vielleicht noch Wäsche waschen.
Du musst Koffer packen.
Du musst sehen, das der Kühlschrank noch leer wird.
Du musst die Blumen gießen.
Du musst das Haustier unterbringen.
Du musst das Auto reiseklar kriegen.
Du musst die Reiseunterlagen zusammenbekommen.
Du musst den Schlüssel beim Nachbarn deponieren.
Du musst die Route planen.
Du musst Essen für die Reise einkaufen.
Wenn jemand eine Reise tut,... dann gibt es viel zu erledigen. Reisen ist oftmals nicht innere Sammlung, sondern äußeres Zusammensammeln, Listen führen, Planen.
"Boah, bin ich froh wenn wir endlich im Auto sitzen.", "Hoffentlich machen die Kinder die lange Fahrt gut mit."
Reisen ist oft Stress.
Für 14 Tage mögliche Entspannung verspannen wir uns in den Tagen drumherum.
Das Wort Reise hat u.a. den Wortstamm Aufbrechen.
Ein guter Ansatz das Reisen zu betrachten, oder?!
Darin steckt Neugierde. "Ich breche auf. Mal schauen was passiert."
Darin steckt aber auch die Möglichkeit seine eigenen Muster aufzubrechen.
Weniger muss und mehr darf.
Ich darf freie Zeit haben.
Ich darf mich einfach auf das Kommende freuen.
Ich darf etwas neues kennenlernen.
Ich darf Zeit mit meiner Familie verbringen.
Ich darf mich an einem anderen Ort ausprobieren.
Ich darf nichts tun.
Ich darf neue Menschen treffen.
Ich darf nicht müssen.
Wer aufbricht lässt von etwas ab. Und das ist schon die Definition von Ruhe.
Und darum geht es am Ende irgendwie immer. Nicht der Weg ist das Ziel. Und auch nicht das Ziel ist das Ziel. Gut tut uns der Aufbruch und das Ankommen im nicht-Müssen.



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